OSENC Magnetabscheidung
Wählen Sie den Überbandmagneten anhand der Förderergeometrie, Materialschichthöhe, Gurtgeschwindigkeit, abzuscheidenden Eisenfremdkörper, Nenn-Aufhängehöhe und Reinigungsanforderungen aus. Die Gurtbreite allein reicht für die Dimensionierung nicht aus. Legen Sie zunächst fest, ob eine manuelle Reinigung zulässig ist oder eine kontinuierliche Selbstreinigung erforderlich ist. Prüfen Sie anschließend den Magnetkreis beim tatsächlichen Arbeitsabstand.

Acht erforderliche Auslegungsdaten
- Gurtbreite und nutzbare Materialbreite
- Maximale und normale Materialschichthöhe
- Gurtgeschwindigkeit und Förderrichtung
- Schüttdichte, maximale Stückgröße und Materialzustand
- Größe, Form, Masse und Häufigkeit der abzuscheidenden Eisenfremdkörper
- Verfügbarer Abstand zwischen Magnetfläche und Fördergurt sowie zwischen Magnetfläche und abzuscheidendem Eisenfremdkörper
- Einbauposition und umgebende Konstruktion
- Anforderung an manuelle oder kontinuierliche Reinigung

Manuelle Reinigung oder Selbstreinigung?
Ein aufgehängter Permanentmagnet ohne Reinigungsgurt eignet sich nur bei sporadisch auftretenden Eisenfremdkörpern, wenn die Produktion angehalten oder eine sichere Reinigung eingeplant werden kann. Ein selbstreinigender Überbandmagnetabscheider transportiert abgeschiedene Eisenteile aus dem Produktstrom und kommt in der Regel bei häufigen Verunreinigungen oder kontinuierlicher Produktion zum Einsatz.
Bei der selbstreinigenden Ausführung sind außerdem Material und Antrieb des Reinigungsgurts, Austragsrichtung, Gurtlauf, Schutzvorrichtungen, Freiräume, Wartungszugang und Schutz vor Umgebungseinflüssen zu berücksichtigen.

Längs- oder Queranordnung?
Bei der Längsanordnung wird der Magnet in Förderrichtung installiert, häufig nahe dem Abwurf an der Kopftrommel. Bei der Queranordnung verläuft der Reinigungsgurt quer zum Hauptförderer. Die Entscheidung hängt von der Verteilung des Materialbetts, der verfügbaren Tragkonstruktion, der Austragsseite für Eisenteile, den Freiräumen und dem Wartungszugang ab – nicht allein von der magnetischen Leistung.
Abhängehöhe korrekt festlegen
Als eindeutigen Bezugspunkt beispielsweise den Abstand von der Magnetfläche zum Fördergurt oder zur Oberkante des Materialbetts verwenden. Angeben, ob Gurtdicke, Stollen, Auskleidung, Gurtdurchhang und konstruktive Freiräume berücksichtigt sind. Ein abzuscheidender Eisenfremdkörper an der Unterseite des Materialbetts kann wesentlich weiter vom Magneten entfernt sein, als die angegebene Einbauhöhe vermuten lässt.
Magnetfeld- oder Hebekraftnachweise bei Nenn-Abhängehöhe und unter den angegebenen Prüfbedingungen verlangen, nicht nur die maximale, in Gauss angegebene magnetische Flussdichte an der Magnetfläche.
Einbaubedingungen mit Einfluss auf die Auslegung
- Regen im Außenbereich, Staub, Korrosion oder hohe Umgebungstemperatur
- Heißes Material oder große Teile mit hoher Aufprallenergie
- Klassifizierung des explosionsgefährdeten Bereichs
- Vorhandene Stahlkonstruktionen, die Freiräume oder das magnetische Verhalten beeinflussen
- Eingeschränkter Zugang für Hebe- und Wartungsarbeiten
- Staubeinhausung an der Übergabestelle
- Kundenseitige Spannung, Steuerung und Überwachung

Modell erst freigeben, wenn Folgendes dargestellt ist
- Gesamtanordnung und Aufhängepunkte
- Nenn-Abhängehöhe und magnetisches Prüfverfahren
- Arbeitsbreite und Austragsanordnung
- Gewicht und Konstruktionslasten
- Ausführung von Antrieb, Gurt, Lagern und Schutzvorrichtungen, sofern zutreffend
- Anweisungen für Installation, Betrieb und Wartung
- Vereinbarter Abnahme- und Werksprüfplan
Wenn ein Überbandmagnetabscheider nicht die beste Wahl ist
Wenn es um feine Verunreinigungen in einem flach aufliegenden, gravitativ zugeführten Pulver geht, kann ein Magnetgitter oder Schubladen-Magnetabscheider einen engeren Kontakt ermöglichen. Wenn am Fördereraustrag eine kontinuierliche Abscheidung möglich ist, sollte eine Magnetkopftrommel verglichen werden. Ist das Zielmaterial schwach magnetisch oder nicht aufgeschlossen, können repräsentative Versuche und eine andere Technologie erforderlich sein.
Produktfamilie prüfen Mit einer Magnetkopftrommel vergleichen Projektprüfung anfordern
Mindestangaben für die Angebotsanfrage zur Auswahl eines Überbandmagnetabscheiders
| Entscheidungsregel | Wählen Sie abhängig von Eisenbelastung, zulässiger Stillstandszeit und Zugänglichkeit zum Austrag eine manuelle oder selbstreinigende Ausführung. Legen Sie das Magnetfeld für den größten Zielabstand aus. |
|---|---|
| Zu bestätigende Eingangsdaten | Material, Stückgröße, Schüttdichte, Feuchte, Gurtbreite und -geschwindigkeit, Muldenprofil, maximale Materialbettstärke, Zielmaterial aus Stahl und erwartete Eisenbelastung. |
| Risiko oder Einschränkung | Die Gurtbreite allein reicht zur Bestimmung der Magnetgröße nicht aus, und der Gauss-Wert an der Magnetoberfläche kann die Erfassung in der angegebenen Arbeitshöhe bei der spezifizierten Materialbettstärke nicht ersetzen. |
| Maßnahme des Käufers | Senden Sie eine Zeichnung des Förderabschnitts sowie repräsentative Angaben zum Zielmaterial und verlangen Sie im Angebot ein Prüfverfahren für die angegebene Erfassungshöhe. |
So wenden wir diesen Vergleich auf Ihr Projekt an
Auswahl eines Überbandmagnetabscheiders für einen Förderer: lieferantenseitige Anwendungsprüfung
- Ihr Entscheidungsrisiko: Zwei Bauformen können beide ferromagnetisches Material abtrennen und sich dennoch bei dicken Materialschichten, feinen Partikeln, klebrigem Materialfluss, kontinuierlicher Produktion oder begrenztem Reinigungsraum unterschiedlich verhalten.
- Was wir prüfen: Wir vergleichen Ihr Material, die Partikelgröße, Feuchte, Temperatur, den Durchsatz, die Zielverunreinigung, die Einbauposition, den verfügbaren Platz und die zulässige Stillstandszeit.
- Unsere Empfehlung: Wir nutzen diese Abwägungen, um jede Option auszuwählen, zu konfigurieren oder auszuschließen, anstatt eine Entscheidung anhand eines einzigen Kennwerts zu treffen.
- Ihr Nutzen: So vermeiden Sie eine unnötige Aufrüstung, verringern das Risiko von Verunreinigungen und Stillstandszeiten und beschaffen eine Bauform, die Ihr Bedienpersonal tatsächlich reinigen und warten kann.
- Abgrenzung: Wir bezeichnen keine Option als grundsätzlich besser; das Ergebnis hängt vom bestätigten Materialweg und Abnahmeziel ab.
- Nächster Schritt: Übermitteln Sie Material und Abscheideziel, Korngrößenbereich, Feuchte, Temperatur, Durchsatz, Verunreinigungen, Einbauzeichnung, verfügbaren Bauraum, bevorzugtes Reinigungsverfahren sowie vorhandene Proben oder Videos vom Einsatzort. Angaben für den Optionsvergleich übermitteln

Projektunterstützung
Benötigen Sie Unterstützung bei der Auswahl der passenden Magnetlösung?
Übermitteln Sie uns Material, Fließbedingungen, abzuscheidendes Metall, Durchsatz, verfügbaren Einbauraum sowie vorhandene Zeichnungen oder Fotos vom Einsatzort. Wir prüfen die Anwendung und empfehlen den nächsten praktischen Schritt.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Entscheidung zwischen manueller Reinigung und Selbstreinigung wichtig?
Ein Permanent-Überbandmagnet ohne Reinigungsband eignet sich nur bei gelegentlich anfallenden Eisenfremdkörpern und wenn die Produktion angehalten oder eine sichere Reinigung eingeplant werden kann.
Warum ist die Längs- oder Queranordnung für diese Entscheidung wichtig?
Bei der Längsanordnung wird der Magnet in Förderrichtung installiert, häufig im Bereich des Kopfabwurfs. Bei der Queranordnung verläuft das Reinigungsband quer zum Hauptförderer.
Warum ist die korrekte Festlegung der Aufhängehöhe für diese Entscheidung wichtig?
Verwenden Sie einen eindeutig definierten Bezug, beispielsweise den Abstand von der Magnetfläche zum Fördergurt oder zur Oberkante der Materialschicht.
Ben — OSENC
Ben verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Magnetabscheiderbranche und arbeitet seit 2019 mit OSENC zusammen. Seine Schwerpunkte sind Magnetabscheider, Anlagen zur Entfernung von Eisenfremdkörpern, Metallrückgewinnungsanlagen und kundenspezifische Lösungen zur Magnetabscheidung.
Er unterstützt Kunden dabei, Materialart, Korngröße, Feuchte, Durchsatz, Zuführmethode, abzuscheidendes Metall und Einbaubedingungen eindeutig zu bestimmen. Dadurch werden falsche Modellauswahl, unzureichende Abscheideergebnisse und unnötige Probentests vermieden.